Nussknacker

Bereits in früheren Jahrhunderten bemühten sich die Menschen mit Hilfe von Schlagwerkzeugen, Nusszangen, Schrauben aus Metall und Holz die Nüsse zu knacken, die ihnen als nahrhafte Ergänzung des Küchenzettels dienten.

Vor ca. 400 Jahren begann man die Nussknacker in Tier- und Menschenform zu schnitzen. Im Erzgebirge entstanden typische Formen, in denen Figuren der Obrigkeit des 17. und 18. Jahrhunderts verkörpern und mit grimmigen Gesichtern auftraten.

So begegnen uns die Nussknacker als König, Soldat, Bergmann, Förster und andere Repekt einflößende Gestalten. Das die nussknackenden Obrigkeitsvertreter allesamt so Furcht erregend dreinblicken, ist sicherlich kein Zufall. Die meist armen Schnitzer und Spielzeugmacher ließen sich von denen die Nüsse knacken, denen sie im drangvollen Alltag oft recht- und machtlos ausgeliefert waren. Sie wuchsen sozusagen in die jetzige Rolle von dekorativen Schmuckstücken in den Wohnungen der Liebhaber erzgebirgischer Holzkunst hinein.


 

 

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